LINIE26


Rad-Odyssee von Leipzig nach Tokio

Fernweh • Eurasien • Aufbruch

99
Tage
02
Stunden
26
Minuten
40
Sekunden
Tokyo - Shibuya Crossing - Japan
Nachtaufnahme der Shibuya Crossing in Tokio mit Menschen auf Zebrastreifen und beleuchteten Gebäuden.
Nahaufnahme eines Radfahrers mit schmutzigem Gesicht, Brille und GORE-Mütze.

Hey, ich bin Tom,

viele nennen mich Tommy – und insgeheim bin ich die Gehlerrette. Am liebsten bin ich unterwegs mit dem Fahrrad, auf breit profilierten Reifen, über Asphalt, Stock und Stein – und am liebsten für eine lange Zeit! Meist habe ich alles dabei, was man unterwegs so braucht, um so viel wie möglich unter freiem Himmel zu schlafen. Mein Velo, alias Stuhl, hat mich schon zu prächtigen Orten getragen: über hohe, neblige Pässe, durch stürmische Täler und sogar durch manche emotionalen Wirbelstürme. Dafür bin ich sehr dankbar – und ich möchte unbedingt weitermachen! Fürs Weitermachen gibt es einen Plan Deluxe, meinen momentanen Masterplan in Liebe. Diese Unternehmung trägt den Namen „Linie26“ und soll mich von Leipzig über Zentralasien bis nach Tokio führen. Hier findet ihr alles, was euch darüber interessiert. Hängt euch an mich dran und werdet ein Teil dieser wilden Fahrt!

LINIE26

Von Leipzig bis Tokio – eine Rad-Odyssee auf einer festen, unsichtbaren Linie. Mit meinem Gravelbike, beladen mit Bedacht, durchquere ich Italien von Nord nach Süd, setze später mit der Fähre nach Albanien über und fahre durch Länder des Balkans, bevor ich in die Türkei eintauche. Weiter geht es nach Georgien und in die endlosen Steppen Zentralasiens – durch Kasachstan, Usbekistan und Tadschikistan – entlang der historischen Seidenstraße, über die hohen - wilden Pässe des Pamir. Danach durchquere ich die weite Mongolei, weiter nach China, um schließlich die majestätischen Landschaften Japans zu erreichen. Jede Etappe ein eigenes Universum, jeder Meter ein Schritt tiefer in das Zentrum der Welt. Kilometer, Höhenmeter, Regen, Sonne, Sternennächte – Ehrfurcht und Demut liegen in jedem Atemzug. LINIE26 verbindet Länder, Gefühle und Momente – und setzt Wünsche frei. Eine Linie, ein Traum, ein unaufhörliches Rufen des Fernwehs und des edlen Wunsches, draußen zu sein.
Verfolge meine Reise in Echtzeit!
Erlebe jede Kurbelumdrehung, jeden Höhenmeter, jeden Stopp am Kiosk oder Supermarkt unterwegs – live auf deinem Monitor. Mit dem Live-Tracking siehst du, wo ich gerade bin, welche Etappe ich bereits hinter mir gelassen habe und wie viele Kilometer noch vor mir liegen. Mein Fortschritt wird rund um die Uhr alle fünf Minuten aktualisiert. So bist du hautnah dabei, als würdest du mit mir zusammen die einsamen Steppen Zentralasiens durchqueren, über die Pässe des Pamir rollen oder die schönen Landschaften Japans erkunden. Egal ob am Computer oder auf dem Handy – das Live-Tracking bringt dich direkt auf meinen Track. Sei Teil dieses Abenteuers, spüre das Fernweh, die Weite und die unaufhörliche Bewegung auf zwei Rädern – als wärst du selbst unterwegs.
Bartang-Tal - Tadschikistan
Ein türkisfarbener Fluss schlängelt sich durch ein Tal mit kahlen Bergen und einer Insel mit grünen Büschen.
Insta-Feed
Unterstütz mich gern!
Manchmal trägt einen ein Traum so weit, dass man das Ende nicht mehr richtig sehen kann. Emotionen drehen sich im Kreis, und manches fühlt sich größer an als man selbst. Auf dieser langen Strecke wird es Momente geben, in denen jeder Tritt zählt, jeder Höhenmeter Kraft braucht und jedes kleine Stück Unterstützung wie Rückenwind wirkt. Wenn du mich begleiten möchtest – nicht physisch, aber im Herzen – dann kannst du genau diesen Rückenwind schenken. Mit deiner Unterstützung kann ich unterwegs Wasser und Nahrung kaufen, mein Velo reparieren, Kleidung ersetzen, mein Haupt in einer Unterkunft betten, Visa beantragen, Fähren nehmen, und meine Technik am Laufen halten – all die unsichtbaren Fäden, die eine solche Reise zusammenhalten. Du hilfst nicht nur dabei, dass ich weiterfahren kann. Du hilfst dabei, dass Geschichten entstehen. Dass Bilder geteilt werden. Dass aus einem Traum etwas Echtes wird. Wenn du mich auf dieser Linie begleiten möchtest, freue ich mich über jeden Beitrag – groß oder klein. Danke, dass du meine Reise am Laufen hältst. Danke, dass du ein Puzzleteil wirst.
Passo di Gardena - Italien
Serpentinenstraße schlängelt sich durch grüne, bewaldete Hügel mit Bergen und bewölktem Himmel im Hintergrund.
Track-Stories
DeRonde
Wie alles seinen Anfang nahm – meine erste richtig große Reise auf dem Rad! DeRonde – eine Tour um die Ostsee Die Idee dafür entstand auf der Rückfahrt meiner allerersten Unternehmung – quasi meinem Bikepacking-Prolog von Leipzig zum Kap Arkona und zurück – ein Jahr zuvor. Ich merkte sehr schnell, wie es um mich geschehen war: Es hatte mich an den Haxen. Dieses bepackte Rad unter mir durch die Landschaft gleiten zu lassen, war genau mein Ding. Und Vorsicht, Spoiler: Es sollte es auch lange bleiben! Ich möchte euch abholen, wo der Track der DeRonde entlang führte. Start war in Leipzig. Es ging Richtung Dreiländereck Deutschland–Tschechien–Polen, nach Jonsdorf, wo ich sehr liebe und gute Freunde besuchte. Weiter ging es entlang der polnischen Grenze, später quer durch Polen nach Kaliningrad, auf die Kurische Nehrung nach Litauen und dann entlang der Ostseeküste bis nach Estland. Diese Mücken, sage ich euch – einfach nur brutal! Und die Waschbrett-Schotterstraßen Estlands rüttelten so richtig an mir. Dabei lernte ich eine Weisheit kennen: Was ist das Schöne am Fahren auf Gravelpfaden, Straßen und Wegen? Ganz klar: das Gefühl, wenn es wieder auf Asphalt geht und alles ruhig und geschmeidig unter einem wird. Und das Gegenteil? Was sorgt für schöne Gefühle beim Rollen auf geteerten Straßen? Das flinke Einbiegen auf den nächsten Schotterabschnitt – meist göttlich. Ich fuhr zwei Tage durch Russland, passierte St. Petersburg, um schließlich Finnland zu erreichen. Der Unterschied zwischen diesen beiden Ländern war so groß, dass es mich emotional richtig durcheinanderwirbelte. Diese herrliche Schönheit Finnlands, im krassen Gegensatz zum kühlen, grauen Russland – ich fühle es noch jetzt beim Schreiben dieser Zeilen. Ich war in meinem persönlichen Bikepacking-Himmel angekommen. Auf nach Helsinki! Dort rastete ich mehrere Tage bei meinem Freund Sami. Er nahm mich in seinem Haus auf, wir tranken sündhaft teures Bier und genossen etliche Saunagänge. Doch mich zog es weiter, wieder Richtung Westen. Es gab Inselhopping, unter anderem über die autonome Region Åland rüber nach Schweden. Schweden zeigte sich – genau wie Norwegen, das darauf folgte – von seiner Bilderbuchseite. Richtig schöne Tage auf dem Rad habe ich dort erlebt. Die Schnellfähre zwischen Kristiansand und Hirtshals brachte mich nach Dänemark. Dort angekommen folgte ich dem Track von Nord nach Ost, zurück nach Deutschland, durch Hamburg und schließlich zurück nach Leipzig. Das war DeRonde – eine Radfahrt um die Ostsee, inklusive der City of St. Petersburg. Danke, Fügung, dass ich alles ohne Zwischenfälle fahren konnte! Schaut gern bei Komoot vorbei und betrachtet die Collection zur Tour.
5.232 km
Distanz
22.490 m
Höhenmeter
221 Std
Dauer
38 T
Tage
Kehrtwende
Kehrtwende — Ein Radabenteuer in den Hohen Atlas und wieder zurück Die Idee entstand aus dem Funken des berühmt-berüchtigten Atlas Mountain Race – Ultracycling vom Feinsten in einer Landschaft, die zugleich wild, rau und unwirklich schön ist. Auch ich wollte dieses Panorama erleben, ganz für mich allein, ohne Wettkampfdruck, ohne Uhr im Nacken. Einfach unterwegs sein. Am 27. August 2021 rollte ich in Leipzig los. An meiner Seite zu Beginn mein treuer Freund Daniel, der mich bis zur französischen Grenze begleitete, bevor ich in die Stille der Soloreise eintauchte. Von dort an war ich auf mich gestellt – und brannte vor Neugier auf all die Begegnungen, Erlebnisse und Gedanken, die sich entlang der Strecke entfalten würden. Ich kam gut voran, fuhr täglich mindestens 100 Kilometer und war erfüllt von einer überströmenden Dankbarkeit für dieses Leben und das Privileg des Unterwegsseins. Ein gesegnetes Privileg, wie ich es gern nenne. Frankreich rollte leicht dahin, und in den Pyrenäen lösten sich meine Emotionen: so viele Tränen, Regen und Ergriffenheit vermischten sich, als würde das Gebirge mich einmal gründlich durchspülen. Nachdem ich die Berge hinter mir gelassen hatte, öffnete sich das heiße, karge Spanien. Kilometer um Kilometer fräste ich mich durch diese Landschaft, bis ich schließlich den südlichsten Zipfel erreichte – bereit, mit der Fähre hinüber auf den afrikanischen Kontinent zu setzen. Und tatsächlich: Die Überfahrt gelang. Ich kam bis Ceuta, diesem kleinen Stadtstaat vis-à-vis von Gibraltar. Von dort aus wollte ich nach Marokko weiterfahren, doch die Pandemie stellte sich mir in den Weg. Die Grenzen waren geschlossen – der Traum wurde vorerst vertagt. Mein Tourname wurde damit zur Realität: Die Kehrtwende musste früher kommen als gedacht. Also drehte ich um, folgte der spanischen Ostküste, streifte Barcelona und rollte zurück nach Frankreich – mein geliebtes Frankreich, das mich jedes Mal aufs Neue verzaubert. Danach ging es weiter nach Basel, noch ein Abstecher durch die Vogesen, und schließlich der lange, lange Weg durch Deutschland. Nüchtern, befremdlich, fast fremd. Ankommen fällt mir immer schwerer als Aufbrechen. Und so kreisten meine Gedanken auf den letzten Kilometern bereits um neue Routen, neue Abenteuer. Vielleicht einmal etwas Kompetitives? Ein Rennen wagen? Neue Wege einschlagen? Wer weiß, wohin die nächste Wende führt. Doch zuerst lohnt sich ein Blick auf die genaue Strecke der Kehrtwende. Folgt dem Link, lasst euch inspirieren – und genießt die Bilder dieser Reise, die Wende und Weiterfahrt zugleich war.
Schaut gern bei Komoot vorbei und betrachtet die Collection zur Tour.
7.655 km
Distanz
85.270 m
Höhenmeter
389 Std
Dauer
76 T
Tage
Seven Serpents 2022 & 2023
Seven Serpents Gravel – Wild, rau und absolut unvergesslich Seven Serpents Gravel war für mich eine komplett neue Art von Abenteuer: Von den tiefen Schotterwäldern Sloweniens bis zu den felsigen Trails Kroatiens – eine wilde Mischung aus Staub, Fels, Meerblick und Natur pur. Die kroatische Küste, die Nationalparks in Istrien, dazu zwei Fährfahrten, eine knackige Tragepassage und viele charmante Ortsdurchfahrten … dieser Track hat einfach alles. Ultra-Rennen bedeutet: 800 Kilometer, 16.000 Höhenmeter, immer in Bewegung, wenig Schlaf und ständig Nachschub an Energie. Ein Format, das definitiv fordert – und gleichzeitig süchtig macht. 2022 – Mein Solo-Debüt 2022 stand ich das erste Mal am Start – als Solist. Und am Ende war ich richtig zufrieden damit, wie ich mich geschlagen habe. „Solo“ heißt in diesem Fall nur die Wertung, denn ganz allein war ich nicht. Robert Krügel alias Hagbardcel und Thomas Schlorke waren immer mal wieder in meiner Nähe. Wir haben uns gegenseitig motiviert und die kleinen Highlights entlang der Strecke geteilt – auch wenn wir am Ende einzeln geführt wurden. 2023 – Im Team aufs Podium Ein Jahr später ging’s zusammen mit meinem Freund Steve an den Start – Teammodus aktiviert. Der Auftakt? Regen. Viel Regen. Und Sturmböen genau dort, wo man sie am wenigsten gebrauchen kann: in der Hike-and-Bike-Sektion. Trotzdem lief alles wie am Schnürchen. Nach 59 Stunden Renntempo standen wir auf Platz zwei. Ein starkes Gefühl! Die Erfahrung im Team war komplett neu für mich – schön, intensiv und mit ordentlich Wettbewerbsdruck. Aber ehrlich gesagt: Eine Leidenschaft wird Ultra-Racing für mich nicht. Vielleicht kommt irgendwann wieder Lust auf ein Rennen zurück – und wenn ja, dann ganz klar für das Trans Pyrenees Race. Bis dahin behalte ich die Seven Serpents als großartige Erinnerung und fahre weiter meinen eigenen langen Ideen hinterher. Und jetzt: Hier entlang zu den Tracklinien der Seven Serpents Rennen – richtig sehenswert!
1.773 km
Distanz
31.990 m
Höhenmeter
107 Std
Dauer
11 T
Tage
XCurves
XCurves – eine meiner bedeutendsten Fahrten, wenn nicht sogar das Highlight! Es war nicht meine längste Tour, aber definitiv meine intensivste und härteste. Die nackten Fakten klingen nach richtig dicken Beinen – und genau so war’s, schmunzel! Ich habe die 1.600 Kilometer in 18 Etappen aufgeteilt und mich, in Aix-en-Provence startend, Richtung Monaco vorgearbeitet. Ab dort war ich gefühlt nonstop in schroffen, wilden Berglandschaften unterwegs. Es ging entweder steil bergauf oder direkt auf der anderen Seite wieder rasant hinunter – und ja, genau das wollte ich. Einmal komplett zerstören. Von der Mittelmeerküste aus ging es immer weiter Richtung Norden: ein Stück durch Italien, dann wieder zurück nach Frankreich. Ein einziges Auf und Ab – prächtig, gewaltig, beeindruckend! Oh man, ich schwärme heute noch davon. Es fühlte sich an, als wäre ich irgendwo ganz weit draußen unterwegs! Ich fuhr unter anderem an Albertville vorbei, weiter Richtung Montreux – und immer wieder die Berge hoch. In diesen Momenten denke ich so oft an die Worte meines Vaters, Gott hab ihn selig! Er sagte immer: „Wo es bergauf geht, geht es auch wieder runter. Geduld brauchst du, Sohn.“ Und er hatte wie immer recht. Es war unglaublich intensiv, und jeden einzelnen Tag gab es so viel zu sehen, zu fühlen, zu erleben. Grandioso trifft’s einfach perfekt. Vom südlichsten Punkt Deutschlands ging es weiter durch Oberstdorf bis nach München. Dort musste ich dann in den Zug nach Leipzig steigen – keine Ahnung mehr, warum genau, aber es war eben so. Heute weiß ich gar nicht so genau, ob ich so ein Monster noch einmal angehen würde. Okay… vielleicht doch. Ich glaube, das kommt automatisch, sobald ich auf der Linie 26 sitze. OMG! Schaut euch den Track ganz genau an – dann wisst ihr sofort, was ich meine! Da entlang bitte
1.617 km
Distanz
31.550 m
Höhenmeter
103 Std
Dauer
18 T
Tage
PlanB
PlanB – jetzt muss ich lachen: der wilde Osten mit seinen Hunden! Wie der Name schon sagt, war das nicht die erste Idee, die ich hatte, als ich im Frühsommer 2023 noch etwas Zeit hatte, bevor mein neuer Job als Solateur startete. Es war eben Plan B – und genau das machte die Fahrt am Ende so spannend. Ich bin von Leipzig aus mit dem Flixbus nach Sibiu in Rumänien gefahren, um von dort aus wieder zurück nach Hause zu fahren. Der erste kleine Fail: Ich hatte meinen Helm zuhause hängen lassen und merkte es erst, als ich in Sibiu starten wollte. Zum Glück war der lokale Fahrradladen gut sortiert, und so hatte ich schnell eine neue Plastemütze auf dem Kopf. Nachdem ich mich mit Essen und Trinken versorgt hatte, ging es am späten Nachmittag los. Und gleich zum Einstieg richtig stark: Über die Transfăgărășan Road direkt weiter zur Transalpina – die zwei heißesten Pässe Rumäniens. Worte sparen? Ja, schaut euch die Bilder an – die sprechen für sich! Apropos Abenteuer: Leute in der Gegend warnen vor Bären und Hunden. Beides gibt es wirklich. Hundebegegnungen hatte ich jeden Tag, mal chillig, mal voller Intensität. Zum Glück hatte ich meistens ein gutes Händchen – oder war schnell genug unterwegs. Ging immer gut! Noch zu erwähnen ist, es war heiß in diesem Sommer und die vielen vielen Ziehbrunnen am Track waren so oft der Schlüssel zum weiterkommen, ohne sie wäre die Tour wahrscheinlich gescheitert! Weiter führte mich die Reise durch Serbien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Slowenien, Österreich, Tschechien und schließlich wieder zurück nach Deutschland. Der wilde Osten hat mich gefordert – auf eine unglaublich schöne, charmante Art. Wenn da nur nicht diese Hunde wären, würde ich am liebsten sofort wieder starten. Und natürlich: Es gibt schon neue Pläne. Die nächste große Idee? Leipzig → Tokio. Vielleicht wird das mein persönlicher Ritterschlag – wer weiß, wir werden sehen. Wer Lust auf Radabenteuer im Balkan hat, keine Angst vor Hunden, und Inspiration sucht, ist hier genau richtig. Alle anderen können natürlich auch gern vorbeischauen!
Schaut gern bei Komoot vorbei und betrachtet die Collection zur Tour.
2.497 km
Distanz
28.330 m
Höhenmeter
125 Std
Dauer
21 T
Tage
7Col´s+
7Col’s – Rambazamba im Kopf, und was einst ganz easy war, geht auf einmal überhaupt nicht mehr Nennt man es Midlife-Crisis oder ist es einfach nur mal „kaputt sein“? Kein Meter auf dem Rad, nur die paar Meter zur Arbeit und zurück – und das ein ganzes Jahr lang! So war das nicht geplant und gedacht, sagte ich mir. Und der Gehler kroch wieder aus dem Dunkeln hervor – mit neuem Esprit und einer Idee. Einer alten Idee, zusammen mit meinem früheren Partner Pati. Wir wollten sieben auf einen Streich bezwingen, sieben Alpenpässe in einer Tour. Daraus entstand der Name dieser bergigen Radfahrt: 7Col’s+ war geboren, und ich war wieder Feuer und Flamme und entschlossen, loszufahren! Leider ging ich ohne meinen teuren Freund auf Abenteuertour. Es klappt eben nicht immer so, wie es schön wäre. Er war im Herzen an meiner Seite – danke, Partner! Mit dem Zug fuhr ich nach Zürich, besuchte fix meinen Freund Friedrich, und wir quatschten einen halben Tag lang, bevor ich am späten Nachmittag so richtig durchstartete: raus aus Zürich Richtung Milano über den San-Gottardo. Der killte mich so richtig – ich war anscheinend ohne Beine unterwegs. Alles überlebt und glücklich erreichte ich Milano und fuhr mit der Bummelbahn noch ein Stück weiter bis Cuneo. Ab Cuneo ging es erst richtig los. Die Pässe warteten schon auf mich, und ich wurde unruhig. Ich wusste nicht, ob ich nach meiner langen Pause wieder bereit war. Doch die Euphorie und die Dankbarkeit, unterwegs zu sein, brachten die Beine zurück. Ich hatte so große, innige Freude da draußen. Ich hatte es so vermisst – und konnte eine ganze Zeit lang nichts gegen dieses Vermissen tun. Doch jetzt war ich wieder unterwegs und ballerte Pass für Pass: Lombarde, Bonette, Vars, Galibier, und wie sie alle heißen. Am Ende sammelte ich 12 Pässe ein! Jetzt sind sie mein. Ich war verzaubert und wieder in meinem Element. Und vielleicht weiß ich jetzt auch, wie diese „Krankheit“ heißt: Fernweh. Diese Fahrt hörte nicht auf, schön zu sein – bis zum Ende, bis zum letzten Tag, als es hieß: Colle delle Finestre und Colle dell’Assietta. Solch ein herausragendes und brutales Erlebnis auf dem Rad hatte ich bis dato noch nicht.
1.206 km
Distanz
20.470 m
Höhenmeter
76 Std
Dauer
20 T
Tage